Standpunkt des Präsidenten

Zusammen ist man weniger allein – reden wir miteinander

Unser Ziel ist die Pflege und selbstlose Förderung des Schutzes gegen die schädlichen Wirkungen ionisierender und nichtionisierender Strahlen im Interesse der Allgemeinheit und des öffentlichen Gesundheitswesens als Aufgabe der Wissenschaft und Forschung.

Jahrestagung 2016 auf Usedom: Wir haben uns an 50 Jahre aktiven Wirkens des deutsch-schweizerischen Fachverbands für Strahlenschutz erinnert und uns gefeiert. Mit den letzten Jahrestagungen haben wir aktuellen Fragestellungen Rechnung getragen mit  Schwerpunkten auf der neuen Gesetzgebung (2017), der nichtionisierenden Strahlung und elektromagnetischen Feldern (2018) sowie dem Strahlenschutz in der Medizin (2019). Es besteht ein beachtenswerter fachlicher Austausch mit den Bundes- und Landesbehörden in der Würdigung der jeweiligen Rollen. Wir werden international geschätzt und insbesondere findet unsere Zeitschrift „Strahlenschutzpraxis“ Anerkennung. Mit Recht! Es ist das Herzstück unserer internen Kommunikation.

Sie halten in Kürze die 100. Ausgabe in den Händen. Das ist ein Grund zur Freude. Dahinter stehen 25 Jahre nervenaufreibender redaktioneller Arbeit auf höchstem Niveau und immer unter Termindruck. Sie erkennen eine konsequent gleichbleibend hohe Qualität, eine Mischung aus Fachbeiträgen, Foren für Diskurse rund um den Strahlenschutz und Berichte über die Aktivitäten des Direktoriums und der Arbeitskreise.

In Anbetracht dieser 100. Ausgabe möchte ich daher den Lenkern dieser Zeitschrift, Rupprecht Maushart und Bärbl Maushart sowie dem Redaktionsausschuss, für die langjährige nachhaltige Arbeit von Herzen danken. Die Strahlenschutzpraxis als Forum möchte keiner mehr missen, es setzt aber auch Ihre Mitarbeit voraus.

Daher appelliere ich an Sie, sich weiter mit Beiträgen und Aktivitäten regelmäßig einzubringen. Nur so werden wir auch die 150. Ausgabe in gewohnter Qualität in Händen halten.

Ich selbst bin sehr dankbar, dass ich  in den letzten 2 Jahren den Verband als Präsident vertreten durfte. Für Ihre Zustimmung, dieses Amt wahrnehmen zu dürfen, möchte ich mich nochmal bedanken aber auch bei meinem Arbeitgeber, dem Deutschen Wetterdienst, der mir für diese Aufgabe immer den nötigen Spielraum zugestanden hat.

Wir leben in Zeiten des Wandels und kritischer Sichtung des bisherigen Wegs. Auch als Fachverband sind wir gefordert, unsere Meinung zu Grundsatzfragen im Strahlenschutz zu äußern. Dazu zählt beispielsweise das Positionspapier zum Strahlenschutz von unserem „Club der Philosophen“. Auch der 5G-Ausbau lässt Fragen offen. Zwar ist der Ausbau beschlossen, aber nicht alle Fragen zur gesundheitlichen Bewertung sind zufriedenstellend beantwortet. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger sind unsicher und wenden sich auch an unseren Verband. 

Es geht weiter, immer weiter!

Es wird besser … immer besser?

Der Erfolg des Verbands ist das Ergebnis Ihres Engagements!

Ihr Thomas Steinkopff